
Vietnam – wo die Welt plötzlich leiser wird
Zwischen der Energie seiner Städte, jahrhundertealten Traditionen und beinahe unberührten Inselwelten zeigt Vietnam, warum wahrer Luxus manchmal dort beginnt, wo das Tempo des Alltags endet.
Von Pur Redaktion
Vietnam · Con Dao
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Es gibt Länder, die man bereist. Und es gibt Länder, deren Atmosphäre noch lange nach der Rückkehr präsent bleibt. Vietnam gehört zur zweiten Kategorie. Vielleicht beginnt es mit dem Duft von frischen Kräutern und vietnamesischem Kaffee am frühen Morgen. Mit dem Stimmengewirr einer Straße in Hanoi, auf der unzählige Motorroller ihrer ganz eigenen Choreografie folgen. Mit Laternen, die sich am Abend im Wasser von Hoi An spiegeln. Oder mit diesem Moment, wenn hinter sattgrünen Hügeln plötzlich das Meer auftaucht.
Vietnam lässt sich nicht auf ein einziges Bild reduzieren – und gerade darin liegt sein Reiz. Zwischen urbaner Energie, jahrhundertealter Kultur, außergewöhnlicher Küche und tropischer Natur entfaltet sich ein Land voller Kontraste. Wer sich darauf einlässt, entdeckt nicht nur einige der faszinierendsten Orte Südostasiens, sondern auch jene seltenen Rückzugsorte, an denen Reisen wieder genau das sein darf, wonach sich viele heute sehnen: Zeit, Raum und die Freiheit, für eine Weile einfach nur anzukommen.
Ein Land zwischen Energie und Gelassenheit
Im Norden prägen Hanoi, Reislandschaften und eindrucksvolle Naturkulissen das Bild. Weiter südlich verändert sich der Rhythmus: historische Städte, tropisches Grün, kilometerlange Küsten und schließlich Ho-Chi-Minh-Stadt – kosmopolitisch, kreativ und ständig in Bewegung.
Dazwischen liegt ein Vietnam, das sich Zeit nimmt.
Hoi An etwa zeigt sich zwischen historischen Fassaden, kleinen Innenhöfen und abendlichem Laternenlicht beinahe filmisch. An anderen Orten bestimmen Fischerboote, Märkte und kleine Restaurants den Rhythmus des Tages. Gerade diese Kontraste machen das Land für anspruchsvolle Reisende so spannend: Kultur und Design, Kulinarik und Natur, urbane Energie und vollkommene Ruhe liegen oft nur wenige Reisestunden voneinander entfernt.
Und dann gibt es Orte, die selbst innerhalb Vietnams noch einmal eine eigene Welt bilden.
Con Dao – Vietnams leise Seite
Vor der Südküste Vietnams liegt der Con-Dao-Archipel. Weit genug vom Festland entfernt, um sich tatsächlich wie eine kleine Flucht aus dem Alltag anzufühlen.
Dichte Vegetation reicht hier bis an die Küste. Hinter geschwungenen Buchten steigen grüne Hügel auf, vor den Stränden beginnt eine Unterwasserwelt aus Korallenriffen und tropischem Meeresleben. Große Teile dieser Inselwelt stehen unter Naturschutz und verleihen Con Dao einen Charakter, der sich deutlich von Vietnams bekannteren Küstenregionen unterscheidet.
Massentourismus bestimmt hier nicht das Bild. Stattdessen gehören Raum, Natur und Stille zu den kostbarsten Gütern der Insel.
Man kommt nicht nach Con Dao, um möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu erleben. Man kommt, um wieder wahrzunehmen, wie sich ein Tag anfühlen kann, wenn er nicht durchgetaktet ist.
Perfekt also für ein Resort, das Luxus seit jeher etwas anders interpretiert.
Six Senses Con Dao – barfuß, aber mit Anspruch
Das Six Senses Con Dao liegt direkt an einer weitläufigen Bucht zwischen Meer und dicht bewachsenen Bergen. Keine große Inszenierung, kein demonstrativer Glamour. Stattdessen natürliche Materialien, viel Licht und eine Architektur, die sich bewusst in die Landschaft einfügt.
Nur 50 Villen verteilen sich über das Resort. Jede verfügt über einen privaten Pool und großzügige Außenbereiche; je nach Kategorie liegt das Meer nur wenige Schritte entfernt.
Morgens barfuß zum Frühstück. Mittags vielleicht nicht mehr als ein Buch und der eigene Pool. Später eine Behandlung im Spa oder eine Yoga-Session. Und am Abend vietnamesische Aromen, frischer Fisch und Gerichte, die die kulinarische Vielfalt des Landes aufgreifen.
Six Senses versteht Wellness dabei nicht als Programmpunkt zwischen Frühstück und Dinner. Individuelle Treatments, Meditation, Bewegung und auf Wunsch umfassendere Wellness-Programme schaffen einen Rahmen, der Körper und Geist gleichermaßen Raum gibt.
Vielleicht ist hier aber gerade das Nichtstun die schönste Form von Wellness.
Eine Insel mit Geschichte und Charakter
Con Dao hat noch eine andere Seite. Eine, die zu verstehen hilft, weshalb dieser Ort bis heute eine besondere Bedeutung für Vietnam besitzt.
Die Insel blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück und war über Jahrzehnte Standort eines berüchtigten Gefängnissystems. Museen und historische Stätten erzählen heute von diesem Kapitel der vietnamesischen Geschichte und verleihen einem Aufenthalt eine kulturelle Tiefe, die weit über das klassische Inselerlebnis hinausgeht.
Gleichzeitig ist die Natur einer der beeindruckendsten Protagonisten Con Daos. Wanderungen, Schnorchel- und Taucherlebnisse eröffnen einen völlig anderen Blick auf Vietnam. Zu den besonderen Begegnungen zählen die Meeresschildkröten, deren Lebensraum auf den Inseln geschützt wird. Auch Six Senses Con Dao engagiert sich für ihren Erhalt und ermöglicht Gästen ausgewählte Einblicke in diese wertvolle Naturschutzarbeit.
Es sind Momente wie diese, die zeigen, dass außergewöhnliches Reisen heute nicht unbedingt mehr bedeuten muss.
Sondern bewusster.
Vietnam für Reisende, die mehr als einen Ort entdecken möchten
Vietnam eignet sich besonders für eine Reise voller Kontraste. Einige Tage zwischen Kultur, Architektur und Kulinarik in Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt lassen sich ebenso mit Con Dao verbinden wie eine individuell geplante Rundreise durch mehrere Regionen des Landes.
Gerade darin liegt für uns der besondere Reiz: Vietnam muss kein klassischer Badeurlaub und keine reine Rundreise sein. Die spannendsten Reisen entstehen häufig dann, wenn beides miteinander verschmilzt.
Con Dao setzt dabei einen bewussten Gegenpunkt.
Nach all den Farben, Düften und Eindrücken Vietnams wird die Welt hier plötzlich kleiner: ein Strand, eine Villa, das Meer. Kein Terminkalender. Kein Müssen.
Und vielleicht ist genau das jener Teil der Reise, an den man sich später am längsten erinnert.
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